An der Mitgliederversammlung der Grünliberalen Partei (GLP) Graubünden wurden am Donnerstagabend, 27. August 2026 in Chur die Parolen für die Abstimmungen vom 27. September 2026 gefasst: Die Mitglieder beschlossen ein NEIN zu beiden nationalen Vorlagen (Neutralitäts- und Ernährungsinitiative) sowie ein JA zur kantonalen Vorlage Stimmrechtsalter 16.
JA zum Stimmrechtsalter 16
Mit einer Teilrevision der kantonalen Verfassung soll das Stimmrechtsalter 16 in Graubünden eingeführt werden. Die Mitglieder der GLP Graubünden haben dieser Vorlage grossmehrheitlich bei einer Gegenstimme und 3 Enthaltungen zugestimmt und die JA-Parole gefasst. Die GLP Graubünden ist der Meinung, dass das Stimmrechtsalter 16 die Demokratie stärkt. Gerade wenn sich junge Menschen in der Schule intensiv mit politischer Bildung und unserem politischen System auseinandersetzen, ist es sinnvoll, ihnen auch die Möglichkeit zu geben, dieses Wissen unmittelbar anzuwenden. Dadurch wird das Interesse an politischen Fragen gefördert und junge Menschen werden frühzeitig in unsere demokratischen Prozesse eingebunden. Und es geht auch um Generationengerechtigkeit: Viele politische Entscheide prägen die Zukunft der jungen Generation besonders langfristig. Deshalb soll auch ihre Stimme in diese Entscheide einfliessen.
NEIN zur Neutralitätsinitiative
Weiter haben die Mitglieder einstimmig die NEIN-Parole zur Neutralitätsinitiative gefasst. Gerade in einer unsicheren Welt muss die Schweiz handlungsfähig bleiben: Sie soll ihre Sicherheit stärken, mit internationalen Partnern zusammenarbeiten und sich weiterhin glaubwürdig für Frieden, Völkerrecht und Menschenrechte einsetzen können.
NEIN zur Ernährungsinitiative
Schliesslich haben die Mitglieder der GLP Graubünden mit 2 Enthaltungen auch die NEIN-Parole zur Ernährungsinitiative gefasst. Die GLP Graubünden teilt zwar das Ziel einer nachhaltigen und widerstandsfähigen Ernährungswirtschaft und Wasserversorgung. Die starre Festlegung eines Netto-Selbstversorgungsgrads von 70 Prozent halten ihre Mitglieder jedoch nicht für sinnvoll und die Umsetzungszeit von 10 Jahren erachten Sie als nicht realistisch.